Wer bei Teilhabe spart, zahlt morgen doppelt

Einsparungen Sozialpolitik LAG Gesundheit, Pflege und Soziales

Der Rotstift in der Sozialpolitik trifft erneut die, die ohnehin schon kämpfen müssen: Menschen mit Behinderungen, Kinder und Jugendliche sowie Familien – Gruppen, die viel zu oft übersehen werden.

Die aktuellen Kürzungsvorschläge im Sozialbereich gefährden massiv das selbstbestimmte Leben von Menschen mit Behinderungen, Kindern und Jugendlichen und Familien in Hessen. Ein umfangreiches Maßnahmenpapier listet zahlreiche Einsparideen auf – vielfach ohne belastbare Kostenberechnungen.

Besonders kritisch ist, dass zentrale Bereiche der Teilhabe betroffen sind: von der Eingliederungshilfe über Schulbegleitung bis hin zu Unterstützungsleistungen für junge Menschen.

Das ist nicht nur sozialpolitisch kurzsichtig, sondern auch fachlich falsch gedacht.
Denn echte Teilhabe reduziert langfristig Abhängigkeiten und Folgekosten. Wer hier kürzt, spart nicht – er verschiebt Probleme in die Zukunft.

Teilhabe jeden Alters ist kein Luxus. Gerade in der Kinder- und Jugendhilfe schafft uns das im Zweifel Probleme in ein paar Jahren, die uns teuer kommen.

Statt pauschaler Einsparungen braucht es:

  • weniger Bürokratie
  • passgenaue, personenzentrierte Leistungen
  • eine klare Strategie für Inklusion über alle Ebenen hinweg

„Wer bei Teilhabe spart, spart an der falschen Stelle. Selbstbestimmung ist kein Luxus, sondern Voraussetzung für ein würdiges Leben – und für eine funktionierende Gesellschaft. Der Kostenboomerang kommt später – und dann will es wieder niemand gewesen sein“, sagt Christin Jost, Leiterin der LAG Gesundheit, Pflege und Soziales.

Unsere Haltung als LAG Gesundheit, Pflege und Soziales:
Wir stehen für eine Politik, die Menschen stärkt.
Teilhabe darf nicht unter Finanzierungsvorbehalt gestellt werden.